Kuttner.
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Presseberichte zu Sarah und ihrer Show

Artikel vom 16.09.2004 erschienen in K?lner Stadtanzeiger

Keine spricht schneller

VON LARA FRITZSCHE UND KORNELIA TURKIEWICZ

Sie erregt - so oder so. Sarah Kuttner ist attraktiv, aber nicht sch?n. Sie ist frech mit leichter Tendenz zum Unversch?mten.

Seit dem 2. August ist die 25-J?hrige mit ?Sarah Kuttner - die Show? auf Sendung. Jeden Abend von Montag bis Donnerstag sendet sie Viva aus der Schanzenstra?e in K?ln nach ganz Deutschland. Sarah Kuttner ist aufregend - jedes Mal. Manchmal aber auch aufgeregt. Dann haut sie ihre S?tze noch etwas schneller raus als sonst. Kontrollinstanz ausgefallen. ?Also ich w?rde Adolf Hitler siezen, so jemanden duzt man nicht. Ich w?rde ?Herr Hitler? sagen. Und den Vater von Hitler w?rde ich auch siezen.? Sieben Minuten reitet sie auf den vielf?ltigen Anrede-M?glichkeiten herum. Schlie?lich greift Kollege Sven, der Manuel Andrack der Kuttner-Show, rettend ein.

Immer wenn sich Sarah vergaloppiert, rei?t er charmant die Z?gel an sich, drosselt das Tempo und gibt sie wieder an die Chefin ab. Wenn Sarah Kuttner ihren Sven mal nicht mehr braucht, dann ist die Show perfekt. Die Zeit wird kommen. Ein Besuch in der einzigen deutschen Show, die wissentlich mit dem ber?hmten ?kalten Wasser? arbeitet: Es ist sieben Uhr. Der Aufzeichnungsbeginn steht kurz bevor. Das Publikum scharrt schon mit den F??en. Es besteht haupts?chlich aus sp?rlich bekleideten M?dchen, angetrunkenen M?nnern, die vermutlich noch die n?chsten sechs Jahre als ?heranwachsend? bezeichnet werden k?nnen, und ?Altern?, die Alternativen mit ausgelatschtem Gola-Schuh.

Nachdem die Anzahl von ca. 20 G?sten wahlweise auf komfortable Sofas oder harte Barhocker gewiesen wurde, geht es los. Sven Schuhmacher, als Assistent von Frau K. aus B. (B. steht f?r Berlin) bekannt, versucht mit seinem Markenzeichen, dem charmanten Lispeln und schmeichelnden Worten, das Publikum zum freiwilligen Klatschen w?hrend der Sendung zu ?berreden. Das will ihm aber nicht ganz gelingen. Doch er sieht es gelassen und gibt zu: ?Ich habe den Beruf des klassischen Warm-Uppers nicht gelernt.? Au?erdem, sagt er dann, solle das Publikum spontan reagieren, k?nne auch ruhig was reinrufen. Aber wenn, dann doch bitte laut und deutlich st?ren und freundlich dabei gucken - wegen der Kameras. Alles klar. Dann kommt Sarah: ein noch kleineres und zierlicheres Pers?nchen als ihr Pendant auf der Mattscheibe betritt den Raum und wirkt nahezu zerbrechlich neben ihrem ?Assistenten?. Sie grinst nur. Doch sobald sie den ersten Satz ans Publikum richtet, wird klar, wer hier das Sagen hat. Sie beherrscht das Geschehen. Keiner kann schneller sprechen. Keiner kann besser kontern. Sie ist wahrlich DIE Berliner Schnauze in K?ln.

Sarah Kuttner polarisiert: Die einen f?hlen sich bei ihr zu sehr an Viva-Kollegin Charlotte Roche erinnert. Andere meinen, Kuttner habe mit ihrem Abschied von der allt?glichen Live-Sendung ?Interaktiv? ihre kommerzielle Seite verloren und sei zu sehr in eine Ecke abgerutscht. Ein bisschen zu verr?ckt eben. ?Das Aush?ngeschild von Viva?, wie die Moderatorin in Pressemeldungen des Senders gerne genannt wird, erg?nzt mit ihrer Einzigartigkeit perfekt die unkonventionellste Sendung im deutschen Fernsehen. Keine Comedy, wenn dann nur Situationskomik, teilweise Newcomer-Acts, teilweise K?nstler, die aus dem musikalischen Untergrund kommen. Dazu lustige Ratespiele, um das Publikum mit einzubeziehen und wach zu halten, und schon ist die Mischung perfekt. Manchmal informativ, manchmal nur seichtes Entertainment. Kombiniert wird das Ganze mit bunten Farben, lustigen Grafiken und netten Melodien, wie man es von ihrem Haussender gewohnt ist. Die geladenen Talkg?ste, die meistens etwas Sinnvolles zu sagen haben, sind ein gutes Gegengewicht. Das Team der Sendung ist sich auch f?r nichts zu schade und hat somit von Anfang an die t?gliche Rubrik ?Kritik an der gestrigen Sendung? in den Sendungsablauf aufgenommen. Weitere Rubriken, die das Sahneh?ubchen des Konzeptes darstellen, sind ?Der Mist der Woche? oder ?Einer muss es ja machen?. Unter diesem Motto erkundet Kuttner f?r ihre Zuschauer Berufe, die nicht in die Kategorie ?Traumberuf? fallen, wie zum Beispiel den Job des Leichenschminkers oder Sch?nheitschirurg. Dabei ist sie nicht pingelig: ?Ich schw?re, ich habe mich vor dem Sch?nheitschirurg bis auf den Schl?pfer ausgezogen, damit er f?r euch mal was ?ber meine Problemzonen sagen kann.?

Quelle:
K?lner Stadtanzeiger