Kuttner.
 LeShow.de - eine nicht-offizielle Fanseite zu Sarah Kuttner und ihren Sendungen.
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Sarah Kuttner

VIVA über Sarah

Winter 1979.
West-Deutschland steht unter der grausamen Knute des Disco-Booms, Ost-Deutschland unter der eines Unrechtsregimes, dessen oberste Repräsentanten rückblickend genau so doof angezogen waren wie die Disco-Typen im Westen.
Im besonders hyper-diktatorischen Ost-Berliner Stadtteil Friedrichshain erblickt Sarah Kuttner am 29. Januar das Licht der Welt. Zwar nehmen diverse Familienmitglieder sogleich Anstoß an Sarahs damals schon geringer Körpergrösse, man verständigt sich aber schnell darauf, die Sache mit Wohlwollen zu betrachten.

Schon früh prägt sich bei Sarah ein deutlicher Tierhass heraus. Ein Hobby, dem die sympathische Moderatorin auch heute noch gelegentlich frönt (das Gerücht, sie habe im Alter von 4 Jahren mal aus purer Bösartigkeit eine auf der Wiese stehende Kuh zusammengeschlagen und hernach mit fiesen Fotos erpresst, muss hier jedoch in aller Entschiedenheit dementiert werden.).

Schule und Pubertät klappen soweit reibungslos: Sarah Kuttner brilliert in den Leistungskursfächern Kunst und Englisch, feiert aber auch erste Erfolge auf dem Sektor An-die-Wand-gucken und In-der-Gegend-rumstehn, .

In Sachen Sozialismus erweist sich Frau Kuttner als eher ungeeignet: wann immer es galt, Klassenfotos in hübschen Jungpioniersuniformen zu schießen, fiel Sarah durch das Nichttragen derselben auf.  Meist nur mit Jungpionier-Halstuch (es fehlten Bluse, Rock und Gürtel!) bekleidet,  verbannte man sie häufig in die letzte Reihe, was ihr bei einer Körpergröße von damals circa 1m10 eher zum Nachteil gereichte.

Der Mauerfall im Jahre 1989 sei für sie kein allzu einschneidendes Erlebnis gewesen, sagt sie später, da sie am betreffenden Abend nicht die Nachrichten, sondern eine interessante Doku über Nacktmulle gesehen habe.

Nach dem Abitur beschließt Sarah aus Langeweile und Planlosigkeit nach London zu gehen. Freunde können sie von dem Plan abbringen und raten ihr zu einer Zugfahrt. Sarah kauft ein One-Way-Ticket und einen 75-Liter-Reiserucksack und heult schon im Flugzeug.

In London angekommen, heult Sarah erstmal weiter, nur unterbrochen von gelegentlichen Shopping-Exkursionen. Doch schnell wird sie mit den Bräuchen der schrulligen Insulaner vertraut: Sarah lernt rasch das Linksfahren, agiert kunstvoll und fingerfertig an der Panflöte und schneidet bis heute mit ansehnlichen Ergebnissen im „nach-23h-vor-geschlossenen-Pubs-rumstehen“ ab.

Zwischendurch jobbt Sarah als Verkäuferin in einem Camdener Second-Hand-Laden, gibt eher untalentierten Briten Deutsch-Unterricht und babysittet aus mietmindernden Erwägungen bei einer Indisch-Schottischen Großfamilie mit DJ-Eltern. Hier erlernt Sarah Kuttner auch das House-Musik-Hassen, eine Leidenschaft, der sie sich bis heute allabendlich hingibt.

Doch dann die Wende: Frau Kuttner lernt einen britischen SPIEGEL-Korrespondenten kennen, der ihr sofort ein Jobangebot macht, das Sarah nicht ablehnen kann: er offeriert ihr, gegen harte britische Pfund sein Haus zu renovieren. Als nach getaner Arbeit eine kurze Sinnentlertheit anzuklopfen droht, hängt Sarah noch ein Praktikum in der britischen SPIEGEL-Dependance dran. Später bot man ihr sogar eine feste Stelle an, aber Sarah hat immer noch Heimweh und fliegt nach Hause.

Zurück in Berlin beginnt Sarah Kuttner, mittlerweile 1m60 groß ein Praktikum bei Radio FRITZ, wo auch Papa Kuttner ("Sprechfunk"!) seit Jahren als feste Größe installiert ist. Anschließend wird sie dort freie Mitarbeiterin, macht Reportagen, Interviews, CD- und Eventkritiken.

Im November 2001 dann ein folgenschweres Ereignis: Sarah nimmt die falsche Ausfahrt und gerät unverschuldet in ein VIVA Casting, pustet 1500 Mitbewerberinnen aus dem Rennen, und muss sich künftig mit dem Gedanken anfreunden, weite Teile ihres Daseins nicht im geliebten Berlin, sondern in Köln zu fristen. In einem Akt spontaner Überkompensation tritt Sarah unüberlegt in mehrere Karnevalsvereine ein, fliegt aber bald wieder raus, nachdem sie den designierten Karnevalsprinzen als „degenerierte Kacknase“ bezeichnet.

In den folgenden Jahren erarbeitet sich Sarah Kuttner durch unangestrengtes Selbersein das Image der „entschieden anderen VIVA-Moderatorin“: sie prägt einen vollkommen neuen Moderationsstil, ihre Interviews sind charmant, aber kritisch, und die großen Stars der Welt geben sich bei ihr die Klinke in die Hand.

Es folgen Auftritte in allen einschlägigen TV-Formaten, feierliche YOU-Messen-Moderationen („gebt mir ein V-I-V-A!“, „seid ihr gut drauf?“), Interviews mit solch unterschiedlicher Prominenz wie Ozzy Osbourne, Mariah Carey, Franz Müntefering, Destiny's Child und ein heute schon legendäre Weißheitszahn-Extraktion während der Sendung „Albumcharts“.

Außerdem übernahm Frau Kuttner im Frühling 2004 die Moderation des Vorentscheids des „Eurovision Songcontest“, bei dem sie sich durch gutartiges parteiisch sein (MIA! MIA! MIA!) und kleinere Ärgereien mit ihrem Partner Jörg Pilawa auszeichnete,  Stargäste wie Kai Pflaumes Frau machten sich sogar die Mühe eine Strichliste benutzter Schimpfworte von Faru Kuttner zu führen.
Sarahs grosser Traum ist eine Patenschaft für Sarahs eigenes „Camp Sarah“, ein Wohltätigkeitsdorf, indem sich Ärzte ehrenamtlich um degenerierte Rockstars kümmern.

Doch vorerst… SARAH KUTTNER - die Show…